Steg am Abendufer
1975
Öl auf Kunstkarton
70 × 50 cm
Werk-Nr. 1938-2026-064
Private Sammlung, Deutschland
Dieses Bild zeigt einen alten Steg am stillen Wasser im warmen Abendlicht. Die Boote im Vordergrund, die Spiegelungen im Uferbereich und die ferne Kirche verleihen dem Werk Ruhe, Tiefe und eine erzählerische, beinahe träumerische Stimmung. So entsteht ein Bild voller Stille, Licht und stiller Erinnerung.
Steg am Abendufer
In diesem Werk verbinden sich Wasser, Architektur und Landschaft zu einer besonders stimmungsvollen Komposition. Der alte Holzsteg mit seinen schrägen Pfählen und Geländern ragt von rechts in das Bild hinein und prägt die Szene mit einer markanten, fast erzählerischen Form. Im Vordergrund liegen zwei kleine Boote am Ufer, still und verlassen, als hätten sie eben erst auf ihre nächste Fahrt gewartet. Dahinter öffnet sich die Wasserfläche bis zur fernen Anhöhe, auf der eine Kirche mit ihren Türmen aufleuchtet. Gerade diese Verbindung von unmittelbarer Nähe und weiter Ferne verleiht dem Bild seine Tiefe und seinen besonderen Reiz.
Besonders eindrucksvoll ist die Lichtstimmung. Der Himmel trägt warme Gelb- und Goldtöne, die sich im Wasser und an den Holzpfählen des Steges spiegeln. Dadurch entsteht ein stilles Abendlicht, das die ganze Szene zusammenhält. Dem gegenüber stehen die kühleren Blau- und Grautöne der Wasserfläche, die dem Werk Ruhe und Ausgleich geben. Auch die Boote im Vordergrund sind nicht nur Beiwerk, sondern wichtige Träger dieser Stimmung: Sie geben der offenen Wasserlandschaft eine menschliche Nähe und lenken den Blick behutsam in das Bild hinein. Die Malweise bleibt frei und lebendig, sodass das Motiv nicht geschniegelt wirkt, sondern wie ein unmittelbar erlebter Augenblick.
Das Werk lebt von seiner stillen Erzählkraft. Es zeigt keinen dramatischen Hafen und keine große Bewegung, sondern einen ruhigen Ort am Wasser, an dem sich Licht, Alltag und Ferne begegnen. Der alte Steg, die wartenden Boote und die ferne Kirche erzeugen gemeinsam eine Atmosphäre, die an Erinnerung, Heimkehr und stille Sommerabende denken lässt. „Steg am Abendufer“ ist damit ein Werk von besonderer Ruhe und Wärme — ein Bild, das nicht laut beeindruckt, sondern den Betrachter durch seine stille, poetische Stimmung festhält.
Kontakt
Artur Emich
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